Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

die vergangenen Jahrzehnte haben den Industrienationen nicht nur einen bislang nie erreichten Wohlstand gebracht, sondern auch die Gesellschaft grundlegend verändert. Der Wunsch nach effizientem Handeln beeinflusst nicht nur die Arbeitsabläufe, sondern auch die Beziehungen zwischen den Einzelnen und deren Selbstverständnis.

Aus medizinischer Sicht spiegelt sich der Erfolg der Industrialisierung vor allem in einer erheblich gestiegenen Lebenserwartung wider, jedoch birgt die zunehmende Standardisierung und Ökonomisierung auch in der Medizin die Gefahr, die betroffenen Personen aus dem Blick zu verlieren.

Die Psychosomatik ist für viele mit der Hoffnung verknüpft, eine Antwort zu finden, wie das ‚Subjekt‘ trotz allem im klinischen Alltag bewahrt werden kann, und zu verstehen, über welche psychischen und biologischen Mechanismen individuelle Belastungen zur Entstehung von allgemeinen Erkrankungen beitragen.

Der Deutsche Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie 2018 adressiert einige der brisanten Fragen zur Bedeutung der Ökonomie für die Art, wie wir miteinander leben, wonach wir streben, für unser Verstehen und Erleben von Erkrankung und für die Bedingungen unter denen wir psychotherapeutisch und medizinisch handeln. Und natürlich die Frage, warum wir wählen, so zu leben wie wir leben?

Wir freuen uns sehr, mit Ihnen im März 2018 in Berlin gemeinsam zu diskutieren.

Mit herzlichen Grüßen
Matthias Rose für das Kongressteam der Charité