Grußwort Kongresspräsident

Matthias Rose

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

das Kongressteam der Charité und ich freuen uns sehr, Sie auf dem Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie begrüßen zu dürfen.

Das Behandlungsspektrum der Medizin hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich verändert, hin zu einem immer größeren Anteil von chronischen Erkrankungen, für deren Entstehung häufig psychosoziale Faktoren eine wesentliche Rolle spielen. So steigt beständig auch die Nachfrage nach psychosomatischen Behandlungen. Allein in Berlin und Brandenburg hat sich die Behandlungskapazität im letzten Jahr mehr als verdoppelt. Die hohe Akzeptanz für das Fach freut natürlich, legt aber auch nahe, nach den Ursachen dieser Entwicklung zu suchen, worauf sich der Fokus dieses Kongresses richtet.

Die vergangenen Jahrzehnte haben den Industrienationen einen bislang nie erreichten Wohlstand gebracht, aber auch die Gesellschaft grundlegend verändert. Digitalisierung und Globalisierung machen die Arbeitsprozesse effizienter und flexibler und schaffen neue individuelle Freiräume. Doch von den Einzelnen wird ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit gefordert und manche fürchten, in einer beschleunigten Welt den Anschluss zu verlieren. Personen werden zu Humankapital und für viele ist ihr Anteil am Erfolg der Konzerne kaum spürbar. Ein Teil der Kongressbeiträge beschäftigt sich hier mit der Frage, über welche biologischen Mechanismen spezifische Belastungen zu chronischen Erkrankungen führen – vor allem aber auch damit, wie der Einzelne gesund bleiben kann.

Doch auch die Medizin selbst passt sich an. Optimierte Prozesse und biotechnologische Fortschritte ermöglichen heute Heilungen oder Linderungen von Erkrankungen, die lange Zeit als undenkbar erschienen. Arbeitsverdichtung und drastische Reduzierung der Behandlungszeit haben es auf der anderen Seite jedoch schwieriger gemacht, eine persönliche Beziehung zu den Behandelten aufzubauen. Sicher einer der Gründe, warum so viele Pflegende ihren Beruf verlassen. Wir werden auf dem Kongress fragen, wie die Ökonomisierung die Medizin transformiert und welchen Einfluss dies auf die Haltung der Behandler hat.

Die Psychosomatik ist für viele mit der Hoffnung verknüpft, auch unter den Bedingungen der modernen Medizin die Person im Zentrum der Behandlung zu sehen. In einigen Veranstaltungen werden wir überlegen, ob der ‚Boom‘ der Psychosomatik nicht nur aus dem veränderten Bedarf resultiert, sondern auch eine Konsequenz der veränderten Behandlungsbedingungen in den anderen Fächern ist; und ob unsere Perspektive auch eine Perspektive für die Medizin sein könnte.

Wir freuen uns sehr, dass Sie in diesem Jahr nach Berlin gekommen sind, um mit Ihren Beiträgen den Kongress zu gestalten oder sich als Zuhörer ein Bild über das Fach zu machen. Sehr herzlich möchten wir uns bei der Carus Stiftung, der Ascona Stiftung, der European Association of Psychosomatic Medicine, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und den vielen Ausstellern bedanken, die in diesem Jahr den Kongress finanziell unterstützen, sowie natürlich für die unermüdliche und geduldige Unterstützung aus den beiden Fachgesellschaften DGPM/DKPM und von der K.I.T., ohne die die Realisierung des Kongresses nicht möglich gewesen wäre.

Wir wünschen Ihnen drei erlebnisreiche, interessante und sehr vergnügliche Tage in Berlin.

Mit herzlichen Grüßen, für das Kongressteam der Charité

Ihr

Prof. Dr. med. Matthias Rose
Kongresspräsident 2018

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Grußwort Beauftragter für Psychotherapie beim Vorstand der Bundesärztekammer, Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg

Ulrich M. Clever

Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Gäste, liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrter Herr Professor Rose, sehr geehrter Herr Professor Kruse!

Im Mittelpunkt der Psychosomatik steht die ganzheitliche Betrachtung des Menschen. Was liegt also näher, als sich bei Ihrem großen und wichtigen wissenschaftlichen Fachkongress auch persönlich zu begegnen, sich nicht nur den wissenschaftlichen Lectures und Panels zu widmen, sondern auch die familiäre und wärmende Seite Ihrer Begegnung hervorzuheben: hier treffen sich viele Freunde und Kollegen, sie holen sich Inspirationen und Ermutigung für ihre Tätigkeit im Alltag, tauschen sich über Probleme und Erfolge aus und lassen das Jahr seit dem letzten Kongress Revue passieren. So, wie Sie die Vielschichtigkeit des Lebens bei Ihren Patientinnen und Patienten wahrnehmen, so werden Sie auch das Wiedersehen oder das neue Kennenlernen von Kolleginnen und Kollegen erleben und Freude daran haben.

Selbstverständlich hat gerade dieser wissenschaftliche Kongress der führenden Fachgesellschaft der Psychosomatik ebenfalls eine politische Dimension: wie diskutieren die Fachleute aktuelle Reformbestreben des Bundesgesundheitsministeriums, wie die Vorschläge zur Ausbildung der psychologischen Psychotherapeuten oder etwa das von der Landesärztekammer Baden-Württemberg angestoßene, mir wichtige Anliegen der Möglichkeiten von ausschließlicher Fernbehandlung. Die Landesärztekammer Baden-Württemberg hat im Sommer 2016 ihre Ärztliche Berufsordnung geändert und gestattet seither die ausschließliche Fernbehandlung durch Ärztinnen und Ärzte in zeitlich befristeten Modellprojekten. Das ist durchaus ein Paradigmenwechsel, der aber nachvollziehbar wird, wenn man (an-) erkennt, dass die Menschen schon längst per Telefon und Internet – bislang im Ausland und als Selbstzahlerleistung – ärztlichen Rat suchen. Dabei geht es dann nicht nur um objektiv messbare Veränderungen oder Erkrankungen, sondern beispielsweise auch um psychische oder psychosomatische Probleme. Die Anonymität eines „unpersönlichen“ Gespräches scheint hier sogar – wider Erwarten – gar keine größere Hemmschwelle für die Anrufer zu sein, gar manches Mal erleichternd zu sein.

Dass überall um uns herum derartige Telefonate stattfinden und im Zeitalter der Digitalisierung dabei auch Handy-Apps zur Übertragung von Befunden, Fotos oder Videokonferenzen genutzt werden, war für uns in Baden-Württemberg ein sehr deutliches Signal, dem wir uns nicht verschließen wollten. Wir haben reagiert und inzwischen auch erste Modellprojekte genehmigt. So wollen wir herausfinden, ob diese Form des Arzt-Patientenkontaktes von der Anamnese über die Diagnose bis hin zur Therapie von Patienten und Ärzten angenommen wird und wie sich die Versorgungssituation dadurch ändert.

Ob sich beispielsweise messbare Effekte bei der Inanspruchnahme von Notfallambulanzen mit Bagatellfällen ergeben, ob sich der Ärztemangel abfedern lässt, und es hier überhaupt einen „Markt“ für Derartiges gibt. Und ob der täglich bereits stattfindende Austausch zwischen Psychotherapeuten und Patienten im Netz nicht um des Patientenwohles „legalisiert“, aber auch professionalisiert und berufsrechtlich eindeutig im Tun nutzbar werden könnte. Über allem stehen Patientensicherheit und Datenschutz, wie es auch heute schon in Praxen und Kliniken üblich ist bzw. sein sollte.

Womit ich wieder bei Ihnen und Ihrem Kongress bin. Ich wünsche Ihnen informative und sehr gute Fachveranstaltungen, neue Erkenntnisse und die Vertiefung Ihres vorhandenen Wissens. Nutzen Sie auch die Zeit außerhalb des Kongressgeschehens, um sich persönlich zu begegnen und auszutauschen. Ich wünsche dem Kongress und damit Ihnen allen ein gutes Gelingen!

Dr. Ulrich M. Clever
Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg
Beauftragter für Ärztliche Psychotherapie beim Vorstand der Bundesärztekammer

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Grußwort Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)

Dietrich Munz

Sehr geehrter Herr Professor Rose, sehr geehrte Damen und Herren,

„Psychosomatik als Perspektive“ ist das Motto des diesjährigen Psychosomatikkongresses. Es ist aus mehreren Gründen ein sehr treffendes Motto: Die Psychosomatik bietet Patienten eine Perspektive in der Versorgung, aber auch die Psychosomatik selbst hat eine Perspektive in der Versorgung. Dazu leistet eine gelingende Kooperation unserer Berufe einen wichtigen Beitrag. Wir sollten uns deshalb gemeinsam dafür einsetzen, dass Patienten leitlinienorientierte Versorgungsangebote von gut qualifizierten Fachärztinnen und Fachärzten für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und gut qualifizierten Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten erhalten.

Sowohl beim Versorgungsangebot als auch bei der Qualifizierung stehen wir aktuell vor zukunftsweisenden Entwicklungen. In der stationären Versorgung geht es um den Erhalt bzw. den Ausbau einer ausreichend intensiven und qualitativ hochwertigen stationären Psychotherapie. Ziel ist, bundesweit und flächendeckend eine leitliniengerechte Versorgung anbieten zu können. Die Personalmindestanforderungen, die der Gemeinsame Bundesausschuss für die Einrichtungen der Psychosomatik erarbeitet, sind der Schlüssel für Verbesserungen in der stationären Versorgung. Aber nur dann, wenn alle Beteiligten gemeinsam entsprechende fachliche Standards vertreten, an denen sich die Entwicklung der Personalvorgaben orientieren soll. Damit es ausreichende finanzielle Mittel für eine gute stationäre Versorgung gibt, muss zukünftig jedoch besser dokumentiert werden, ob und wie viel Psychotherapie Patienten erhalten.

Für eine angemessene Qualifizierung brauchen wir darüber hinaus eine Reform der Psychotherapeutenausbildung. Wir wollen, dass unser Nachwuchs künftig bereits im Studium so weit qualifiziert wird, dass er in der anschließenden Weiterbildung wie die ärztlichen Kollegen in Berufsausübung für die psychotherapeutische Fachkunde qualifiziert wird. Damit können wir die prekäre finanzielle und rechtliche Situation der heutigen Teilnehmer von Ausbildungen zum Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten endlich beenden. Gleichzeitig werden wir die Ausbildungsinhalte an die heutigen Anforderungen der ambulanten und stationären psychotherapeutischen Versorgung anpassen. Damit schaffen wir Bedingungen, in denen unser Nachwuchs in der ärztlichen und psychotherapeutischen Weiterbildung miteinander und voneinander für ein kollegiales Miteinander lernt.

Kollegiales Miteinander bedeutet, selbst Verantwortung zu übernehmen in Kenntnis der eigenen Kompetenz und, wenn nötig, mit Unterstützung der spezifischen Kompetenzen der anderen Berufsgruppe.

Unsere Patienten sind darauf angewiesen, dass wir gut kooperieren können, um der gemeinsamen Versorgungsverantwortung gerecht zu werden. Dazu tragen kollegiale Erfahrungen in der Weiterbildung genauso bei wie in der Forschung. Damit wir die Ergebnisse der Forschung auch weiterhin gemeinsam bewerten können, wünsche ich mir auch in Zukunft einen Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie von Ärzten und Psychotherapeuten.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit hat eine lange Tradition in der Grundlagenforschung, bei der Entwicklung neuer Diagnose- und Therapieverfahren und in der Versorgung. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen erfolgreiche und inspirierende Kongresstage.

Dr. Dietrich Munz
Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)

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Grußwort Bundesministerin für Bildung und Forschung

Johanna Wanka
Johanna Wanka

Grußwort für den Deutschen Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Leib und Seele gehören zusammen. Und dennoch hat es lange gedauert, bis systematisch erforscht wurde, wie körperliche und psychische Leiden sich gegenseitig beeinflussen können. Heute ist klar, dass es Wechselwirkungen gibt, die ganzheitlich betrachtet werden müssen – nicht nur bei der Diagnose von Erkrankungen, sondern auch, wenn es darum geht, Konzepte zur Prävention und zur Behandlung zu erarbeiten.

Der Bedarf an psychosomatischer Behandlung wächst. Auf dem Deutschen Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie beschäftigen Sie sich unter anderem in diesem Jahr mit den gesellschaftlichen Gründen. Sie stellen den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt, die Perspektive und das Wohl der Patientinnen und Patienten. Indem stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen eingegangen wird, wollen Sie Behandlungsansätze verbessern. Neben biologischen und psychologischen Faktoren müssen hierbei zunehmend soziale Aspekte berücksichtigt werden, etwa die Lebenssituation, die kulturelle Prägung und die gesellschaftliche Integration eines Menschen.

Der Forschung kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Sie muss die spezifischen Bedarfe der Menschen ergründen und belegen, wie wirksam angepasste Präventions-, Therapie- und Versorgungsansätze sind. Das ist auch dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ein wichtiges Anliegen. Mit der Förderinitiative „Gesund – ein Leben lang“ nehmen wir die verschiedenen Lebensphasen in den Blick, um wirksamere Konzepte zur Gesundheitsförderung, Prävention und Versorgung zu entwickeln. Bei Kindern und Jugendlichen liegt der Fokus dabei auf chronisch verlaufenden körperlichen Erkrankungen und psychischen Störungen. Im Bereich der Gesundheit in der Arbeitswelt geht es um die Frage, wie man den gesundheitlichen Herausforderungen der modernen Arbeitswelt, die zum Beispiel durch die Digitalisierung entstehen, begegnen kann.

Auch kulturelle und sprachliche Besonderheiten sind zu berücksichtigen, wenn Präventions- und Versorgungsangebote bei den Menschen ankommen sollen. Das gilt besonders für geflüchtete Menschen, die in ihren Heimatländern und auf der Flucht traumatische Erfahrungen gemacht haben und sich nun in einer für sie fremden Kultur zurechtfinden müssen. Deswegen werden wir Forschungsverbünde zur psychischen Gesundheit geflüchteter Menschen fördern, die niederschwellige, kultursensible Präventions-, Therapie- und Versorgungsansätze entwickeln.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ihre Forschung konsequent nach individuellen Bedürfnissen der Menschen ausrichten, stehen vor vielen Herausforderungen. Wie kann man zum Beispiel subjektives psychisches Wohlbefinden objektiv messen und vergleichen? Hierzu will das vom Bundesforschungsministerium ins Leben gerufene Berliner Institut für Gesundheitsforschung gemeinsam mit der Charité das sogenannte Patient-Reported Outcome Measurement Information System (PROMIS) nun auch in Deutschland verfügbar machen. PROMIS soll es ermöglichen, Patientenberichte über ihre körperliche, psychische und soziale Gesundheit zu standardisieren und damit vergleichbar zu machen.

Zu vielen dieser Themen werden Sie sich in den kommenden Tagen austauschen. Ich bin überzeugt, dass die Ergebnisse Ihrer Vorträge und Diskussionen dazu beitragen, die Versorgung von Patienten zu verbessern. So freue ich mich über Ihr Engagement und wünsche allen Kongressteilnehmerinnen und Kongressteilnehmern eine spannende und erfolgreiche Veranstaltung.

Prof. Dr. Johanna Wanka
Bundesministerin für Bildung und Forschung

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Grußwort Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Psychosomatik

Johannes Kruse

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,

herzlich willkommen auf dem Deutschen Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und somit auf der 26. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie, die wir in bewährter Partnerschaft mit dem Deutschen Kollegium für Psychosomatische Medizin veranstalten.

Der Blick auf das Individuum allein reicht oftmals nicht aus, die Entwicklung von psychischen und psychosomatischen Störungen zu verstehen und Therapieoptionen zu entwickeln. Die Globalisierung und Digitalisierung sowie die Prozesse der Ökonomisierung, Optimierung und Normierung verändern unsere Arbeits- und Lebenswelten. Der Mensch als Subjekt droht aus dem Blickfeld zu geraten. Daraus resultierende Überforderungs- und Entfremdungsprozesse können in psychische und psychosomatische Störungen münden.

Die Psychosomatische Medizin bietet eine diagnostische Perspektive, die das subjektiven Erleben des Patienten mit seinen biologischen und sozialen Aspekten verbindet. Sie schafft im aktuellen medizinischen Versorgungssystem einen therapeutischen Raum, in dem der Mensch in seinen komplexen Zusammenhängen wahrgenommen und behandelt wird. Und sie schafft eine berufliche Perspektive für zahlreiche Ärztinnen und Ärzte, die sich für die psychosomatisch-psychotherapeutische Arbeit engagieren. Diese Vielfalt an Perspektiven steht im Zentrum der diesjährigen Tagung.

Der Tagungspräsident Prof. Matthias Rose und sein Team haben ein hervorragendes Programm unter dem Rahmenthema „Psychosomatik als Perspektive“ zusammengestellt, in dem die gesellschaftlichen, klinischen und wissenschaftlichen Aspekte zur Sprache kommen. Neben der Analyse gesellschaftlicher Veränderungen, der Darstellung aktueller und zukünftiger Entwicklungen der psychosomatischen und psychotherapeutischen Versorgung und den Fortschritten in der Neurobiologie werden auch die für das Fachgebiet relevanten Veränderungen im Gesundheitssystem diskutiert. In neuen Formaten soll Raum für kontroverse Diskussionen gegeben werden, um die unterschiedlichen Standpunkte aber auch Gemeinsamkeiten darzustellen und mögliche Lösungswege aufzusuchen. Somit leistet der Kongress einen lebendigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie in einer sich verändernden Welt.

In diesem Jahr findet der Kongress in der Urania statt, einem traditionsverbundenen Ort mitten im Zentrum von Berlin, der zahlreiche Anklänge an alte Berliner Zeiten vermittelt. Ich freue mich sehr, Sie in Berlin zu dieser Tagung begrüßen zu dürfen. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen und die zahlreichen Möglichkeiten zur Begegnung.

Prof. Dr. Johannes Kruse
Vorsitzender der DGPM

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Grußwort Vorsitzender des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin

Stephan Zipfel

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

im Namen des Vorstandes des DKPM begrüße ich Sie ganz herzlich zu unserem Hauptstadtkongress in der Urania, mitten im Zentrum von Berlin und damit in unmittelbarer Nähe zu Gedächtniskirche, Zoologischem Garten und Kurfürstendamm sowie dem Kulturforum am Potsdamer Platz.

Prof. Matthias Rose, gemeinsam mit seinem Berliner Team, ist es unter dem diesjährigen Kongressmotto „Psychosomatik als Perspektive“ gelungen, ein spannendes und reichhaltiges Programm zusammenzustellen. Dieses reicht von der Frage, ob gerechtere Gesellschaften gesünder sind (Richard G. Wilkinson, Großbritannien) bis hin zur abschließenden Ascona-Lecture mit der bekannten US-amerikanischen Schriftstellerin Siri Hustvedt, die der Frage nachgeht, ob sozial ungerechte Gesellschaften attraktiver sind – und hier stellt sich natürlich gleich die Frage für wen?

Das Berliner Team wird uns wieder die Chance geben, uns gemeinsam mit nationalen und internationalen Expertinnen und Experten mit Kernthemen unseres Fachgebietes zu beschäftigen. Es freut mich, dass es uns außerdem gelungen ist, einen neuen Partner für unser Nachwuchsförderungsprogramm zu gewinnen. Ich möchte mich nach Ablauf von sechs Jahren als Vorsitzender des DKPM sehr herzlich bei allen Mitgliedern und meinen Vorstandskolleginnen und -kollegen für die sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken. Explizit einschließen in diesen Dank möchte ich die Kolleginnen und Kollegen der DGPM. Mit dem gemeinsamen Hauptstadtkongress, unterstützt durch unsere Kongressorganisation K.I.T., ist es uns nun gelungen, die Psychosomatische Medizin und Psychotherapie national und international noch sichtbarer zu machen – im Interesse unseres Fachgebietes, aber insbesondere zum Wohle der betroffenen Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen. Wir sollten unsere Konzepte, aber auch unsere Strukturen weiterentwickeln, um als ein wichtiger Akteur in der Versorgung, Forschung und Ausbildung noch besser wahrgenommen zu werden.

Für die Gestaltung des diesjährigen Kongresses danke ich im Namen des Vorstandes und aller Mitglieder des DKPM sehr herzlich Prof. Matthias Rose und seinem Berliner Team, die ein höchst interessantes und vielfältiges Programm zusammengestellt haben! So freue ich mich mit Ihnen auf einen lebendigen und interessanten Kongress mit anregenden Begegnungen und Diskussionen.

Für das Deutsche Kollegium für Psychosomatische Medizin

Prof. Dr. Stephan Zipfel
Vorsitzender der DKPM

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