Prof. Dr. Yesim Erim
ist Professorin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Leiterin der gleichnamigen Abteilung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen/Nürnberg. Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte sind u.a. Interkulturelle Psychotherapie und migrationsspezifische Angebote in der psychosomatischen Versorgung.

Welchen Weg nimmt die Psychosomatik?

Mit dem zunehmenden Erfolg der Psychosomatik differenziert sich auch das Versorgungsangebot immer mehr aus. So finden sich heute psychosomatische Kliniken, die überwiegend stationäre Psychotherapien durchführen, neben Abteilungen, die sich als internistische Kliniken mit einem simultanen psychotherapeutischen Angebot verstehen. Analoge Unterschiede finden sich im Selbstverständnis der ambulant tätigen Kolleginnen und Kollegen ebenfalls mit einem weiten Spektrum an Behandlungsangeboten. In der Plenarveranstaltung soll gemeinsam versucht werden, die sich hierdurch für das Fach ergebenden Chancen und Risiken einer Diversifizierung zu reflektieren.

Prof. Dr. Christoph Herrmann-Lingen ist Direktor der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen. Zuvor war er von 2005 bis 2007 Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universität Marburg.

Prof. Dr. Harald Gündel ist Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Universität Ulm. Zuvor war er Professor und Leiter der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Welchen Weg nehmen die Berufsgruppen?

Menschen, die eine Psychotherapie suchen, sind angesichts des Nebeneinanders ärztlicher und psychologischer Psychotherapeuten oftmals verwirrt. Wo sie sich am Ende vorstellen, hängt oft vom Zufall ab. Sollten die unterschiedlichen Kompetenzen und spezifischen Rollen von ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten verdeutlicht werden? Gibt es bei allen Gemeinsamkeiten Unterschiede im Selbstverständnis? Sind bestimmte Patientenkollektive besser in der einen oder anderen Berufsgruppe aufgehoben und welche Wege der Kooperation sind für Behandler wie Patienten sinnvoll?

Welchen Weg nimmt die Psychologie-Ausbildung?

Seit Jahren wird über die grundständige Ausbildung der psychologischen Psychotherapeuten diskutiert und vermutlich steht in dieser Legislaturperiode deren Einführung an den Universitäten an. Wie verändert dies die Stellung der Institute und die der psychologischen Fakultäten? Werden die zukünftigen psychologischen Psychotherapeuten anders und auch besser qualifiziert sein? Vortragen werden Prof. Dr. W. Rief, der u.a. das Bundesministerium bei der Gesetzvorlage beraten hat, Prof. Dr. M. Teising, der als Leiter der International Psychoanalytic University bereits jahrelange Erfahrungen mit der grundständigen Ausbildung gesammelt hat und Dr. T. Uhlemann, der für den GKV-Spitzenverband eine eigene Position vertritt.

Prof. Dr. Dipl. Psych. Winfried Rief Psychologischer Psychotherapeut, Supervisor. In Marburg Leiter der AG Klinische Psychologie und Psychotherapie der Philipps-Universität, Leiter der Psychotherapie-Ambulanz sowie des Ausbildungsgangs Psychologische Psychotherapie an der Philipps-Universität.

Dr. Thomas Uhlemann

Dr. Thomas Uhlemann

Prof. Dr. Martin Teising
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychoanalytiker (DPV, IPA, DGPT),ist seit 2012 Präsident der International Psychoanalytic University Berlin. Er ist zudem Europäischer Repräsentant im Vorstand der Internationalen psychoanalytischen Vereinigung